Man hat den Musikern zwar mehrmalen vorgeworfen, daß sie gerne trinken, ob zwar nicht alle, die gerne trinken Musiker sind; imgleichen daß sie gerne was gutes essen, eine Eigenschaft, die sie mit den Poeten und andern Künstlern gemein haben. Aber selten hat man bemerket, daß sie zuviel essen.  Indessen wie keine Regel ohne Ausnahme ist, so auch hier. Ein gewisser Musiker, der sehr witzig, aufgeräumt und gesprächig war, wurde dieser Eigenschaften wegen sehr oft, und manchen Tag an zwey und mehrern Oertern zugleich, zu Gaste gebeten. Damit er nun von allen Einladungen profitiren möchte, so bat er sich bey dem einen aus, daß man puncto 12 essen möchte; bey dem andern um 1, und bey dem dritten um 2 Uhr. Solchergestalt gieng keine Mahlzeit für ihn verlohren, und er schien sich bey dieser Halsarbeit recht wohl zu befinden. (Friedrich Wilhelm Marpurg, Legende einiger Musikheiligen, Cölln am Rhein 1786.)

 

 

Musicalisches Kochbuch

 

 

Für unser Musicalisches Kochbuch auf unserer Homepage suchen wir  "musicalische" Rezepte. Von der Vor- bis zur Nachspeise bis hin zu den Getränken ist alles möglich.

Wer also dergleichen hat, kann es uns über unsere Mailadresse (service@edition-tre-fontane.de) zukommen lassen. Wir setzen es dann Online mit der gewünschten Signatur (der richtige Name oder ein anderes Pseudonym, wie jeder möchte).

Aus dieser Sammlung soll dann ein gedrucktes musikalisches Kochbuch entstehen - mit oder ohne Noten. Mal sehen. Auf jeden Fall erfolgt auch dort die Nennung des Finders oder gar Erfinders.

 

 

 

Und hier geht es los (mögen noch viele Rezepte folgen):

PANFLÖTEN für 4 Personen:

 

500g Mehl, 150g Zucker, 4 Eiweiß leicht geschlagen, 30g Anissamen, 50g Honig, eine Prise Salz, Butter zum Fetten des Blechs.

 

Das Mehl auf einer Arbeitsplatte mit dem Zucker vermengen, dann die übrigen Zutaten dazumischen und gründlich verkneten. Ein wenig Eiweiß zurückbehalten. Aus dem Teig dünne Rollenformen und diese in je fünf teilstücke von abnehmender Länge schneiden. Mit etwas eiweiß zu einer kleinen Panflöte zusammenkleben. Auf einem gebuttertem Blech bei ca 150 Grad golden backen. (aus: Festmahl für Papageno, Berlin 1996)

 

Man kann mit diesem Rezept sicher auch Blockflöten backen. Dabei sind der Fantasie der Blockflötenbäckers keine Grenzen gesetzt.

 

 

 

 

Mozart-Menue (zusammengestellt von Lydia Schüffler)

 

Vorspeise:

Mozartsuppe :

120 g Zwiebeln

330 g Lauch

20 g Butter

200 g Schweinehack

200 g Bratwurstmett

1 l Gemüsebrühe

200 g Sahne-Schmelzkäse

200 g Kräuter-Schmelzkäse

2-3 Prisen Salz

2-3 Prisen Pfeffer

 

Zwiebeln und Lauch würfeln, in der Butter glasig dünsten. Schweinehack und Bratwurstmett dazu geben , 3 min. garen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Gemüsebrühe dazu geben, 15 min kochen, die zwei Käsesorten 1 min vor Ablauf der Zeit dazugeben, abschmecken.

 

 

Hauptspeise:

Noten-Nudeln mit Schinken-Ouvertüre

350 g Brokkoli

Salz

250 g La Musica Noten-Nudeln

1 Eßl. Öl

150 g gekochter Schicnken

30 g Pinienkerne

125 g Schlagsahne

100 g Doppelrahm-Frischkäse

Pfeffer aus der Mühle

ger. Muskatnuss

 

Brokkoli putzen, waschen, zerteilen und 5 min kochen, abtropfen lassen.

Die Nudeln mit dem Öl kochen (8-10 min)

Den Schinken in Streifen schneiden. Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne anrösten,

Sahne mit dem Frischkäse aufkochen, bis der Käse gelöst ist. Mit Salz und Pfeffer und  Muskat würzen. Die Brokkolistücke und den Schinken kurz darin erhitzen, die Pinienkerne darübergeben.

Die Nudeln mit der Sauce mischen und servieren.

 

Dazu habe ich einen grünen Salat gereicht und mit Musikmotiven ( Plätzenausstechern) aus Käse garniert.

 

 

 

 

Das Dessert ist habe ich bei Tim Mälzer gefunden.

 

Mozart-Souffle :

4 Pers.

 

Butter und Zucker für die Tassen

250 ml Milch

30 g Butter

2 Tel. Vanillezucker

45 g Hartweizengrieß

2 Eier

Salz

50 g Zucker

4 Mozartkugeln

 

 

4 Tassen (a 175 ml Inhalt) mit Butter ausstreichen, sorgfältig mit Zucker ausstreuen und kalt stellen. Ofen auf 210 °C vorheizen und die Saftpfanne mit Wasser gefüllt hineinstellen.

Milch, Butter und Vanillezucker aufkochen. Den Grieß einrieseln lassen und alles unter ständigem Rühren aufkochen. Unter Rühren bei mittlerer Hitze so lange weiter erhitzen, bis sich die Masse vom Topf zu lösen beginnt und dick wird ( ca. 4 min). Masse in eine Schüssel umfüllen.

 

Eier trennen, Eigelb nacheinander unter den Grieß rühren. Eiweiß mit 1 Prise Salz schaumig rühren, langsam den Zucker einrieseln lassen und zu einem festen Schnee schlagen. Unter den Gries heben.

 

Masse in Tassen füllen und Mozartkugeln bis zum Boden hineindrücken. In die Saftpfanne stellen und ca. 25 min garen, bis die Oberfläche goldgelb gebräunt ist.

Aus den Tassen auf Teller stürzen und servieren. Dazu passt Vanillesauce.